Das Erste Gipfeltreffen der Diplomatischen Netzwerke im Grand Hotel Esplanade 

Berlin ist wieder Weltstadt. Das bringt ein gewisses Stimmengewirr der um die Öffentlichkeitswirkung konkurrierenden diplomatischen Akteure mit sich. Diplomatische Netzwerke bemühen sich um eine Harmonisierung, doch auch hier herrscht mittlerweile eine große Vielfalt verschiedenster Initiativen. Das Corps hatte die Idee, aus dem Stimmengewirr des Corps’ einen diplomatischen Chor zu machen, der die Stimme der Welt in Deutschland auch wirklich kraftvoll werden lässt. Zusammen mit dem Grand Hotel Esplanade, dem Personalvermittlungsunternehmen Randstad und der Politikerscreen AG lud das Botschaftsnetzwerk daher zum „Ersten Gipfeltreffen der Diplomatischen Netzwerke“.

Von der African Ambassadors Group über den Verband der Presseattachés bis zum Diplomatic Drivers Club – es gibt einige Clubs und Verbände, lockere Kreise und formelle Gesellschaften, die sich um die unterschiedlichsten Belange des diplomatischen Corps kümmern, die nach innen wirken aber auch ihre Botschaft nach außen tragen wollen. Die Kooperation unter den einzelnen Netzwerken war hingegen bislang eher dürftig. „Es gibt noch nicht einmal eine Liste aller Gruppen, die in der Diplomatic Community aktiv sind – weder im http://www.auswaertiges-amt.de Auswärtigen Amt noch in der Berliner Senatsverwaltung“, so Alexander Wolf, Geschäftsführer von Das Corps. Ziel des Berliner Gipfels war es deshalb zunächst, die verschiedenen Initiativen einander vorzustellen. Wer macht was, wie, wo und warum? Und: welche Kopperationsmöglichkeiten eröffnen sich? 

         
  Mohamed Sheta hält einen Dia-Vortrag über Aktivitäten und Events des Diplomatic Drivers Club         Frau Chantal Behncke, Frai Dilshad Rahman und Frau Layla Sater

Das Interesse war groß. Über 30 Vertreter von 15 Initiativen fanden sich zum geschlossenen Arbeitskreis in der Bibliothek des Grand Hotel Esplanade zusammen, fünf weitere Gruppen ließen ihre Grüße ausrichten. Dr. Annemarie Ziefer und ihre Kolleginnen von http://www.willkommen-in-berlin.de „Willkommen in Berlin“ stellten ihren Diplomatenclub beim http://www.auswaertiges-amt.de Auswärtigen Amt ebenso vor, wie die Damen um Mania Feilcke ihren „Ambassador’s Club“. Layla Sater, Botschaftergattin aus Bahrain, untestützt von ihren Counterparts aus Bangladesh und Ägypten, vertrat die Muslim Women Group, Dr. Zoltan Ács den Verband der Pressattachés, Dr Zsuzsanna Breier den KulturKontaktkreis, S.E. Nguyen Ba Son, Botschafter Vietnams das Berlin ASEAN Committe, Mohamed R. Sheta den Diplomatic Drivers Club, und und und.

Es wurde klar, dass es wohl keine Facette des diplomatischen Corps gibt, die nicht ihren eigenen Club oder Kreis hat. Die Bandbreite reicht von politisch und wirtschaftlich motivierten Zusammenschlüssen wie dem Verband der ausländischen Militärattachés bis zum vermeintlichen „Spaßverein“ des Juniorenkreis des http://www.auswaertiges-amt.de, dessen Mitglieder demnächst auf eine Skifahrt in der Schweiz ihren Corpsgeist stärken werden.

Beim Diplomatic Drivers Club kann ein Diplomat; Weit ab von diplomatischer Empfangskultur,  in einer exklusiven und freundlichen Atmosphäre Abenteuer, Spaß und Erholung erleben und Leute mit gleichen Interessen treffen

Regelmäßig kommen die DDC-Mitglieder zusammen und organisieren Treffen in Berlin und Wochenendausflüge mit dem Auto oder dem Motorrad ins Berliner Umland.

 

Von einem gemeinsamen oder gar harmonischen Chor sind diese höchst unterschiedlichen und zum Teil konkurrierenden Gruppen sicherlich noch weit entfernt. Aber dennoch wurde das Gipfeltreffen der Netzwerke von fast allen Teilnehmern als großer Erfolg gewertet. „Endlich weiß ich überhaupt, was es alles gibt. Berlin ist ja noch aktiver als ich ohnehin schon dachte“, so brachte es zum Beispiel Vietnams Botschafter S.E. Nguyen Ba Son auf den Punkt.

 

Grund genug also für die Netzwerke sich beim anschließenden Empfang auf der MS Espalanade, dem Schiff des Grand Hotels, selbst zu feiern und die Netzwerkmaschen bei Cocktails und Häppchen enger zu knüpfen. Zu dem Empfang waren noch weiter Gäste aus der Presse, Wirtschaft und der Diplomatic Community geladen. Unter andern ließen sich die Botschafter aus Laos, Malaysia und Brunei blicken. Auf dem Boot, in dem sie alle saßen, bewiesen die Gäste mit dem Abend, der erst zu später Stunde seinen erfolgreichen Abschluss fand, dass zumindest auf dem Party-Parkett der Corpsgeist schon feucht-fröhliche Urständ feiert. Dass sich das auch auf anderen Gebieten fortsetzt, dazu hat das „Erste Gipfeltreffen der Diplomatischen Netzwerke“ beigetragen.